Wer soll den Impfstoff für die Schweinegrippe zahlen?

Jeder möchte gegen die Schweinegrippe geimpft werden, doch niemand will für die Kosten aufkommen. Es war schon vieles im Gespräch. Einmal solle die Regierung die Kosten tragen, dann wieder die Krankenkassen. Die haben daraufhin schon angedroht, die Beiträge zu erhöhen.

Darum gab es jetzt ein Spitzentreffen von Regierung und Kassen um eine allgemein erträgliche Lösung zu finden. Unsere Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, die zu letzt von der Dienstwagenaffäre geplagt war, lud mehrere Kassen und ihre Spitzenverbände für Donnerstag zu einem Gespräch ins Ministerium ein. Als Grund nannte die Ministerin, dass nicht nur Risikogruppen geimpft werden sollen, sondern jeder der es wolle.

Die Kassen wehren sich nach wie vor, alle Kosten zu übernehmen. Die Gesundheitskassen wollen, dass der Bund und die Länder zumindest einen Teil der Gesamtkosten übernehmen.

Die Regierung geht im Moment noch von rund 600 Millionen Euro für die erste Impfwelle aus, die Kassen glauben da eher an 700 Millionen bis hin zu einer Milliarde Kosten. Sollten sie alle Kosten alleine Tragen müssen, werde sich zwangsläufig der Kassenbeiträg erhöhen, ließen schon einige Kassenverbände verlauten.

Gerade für die Bundestagswahl 2009 ist das keine gute Werbung für die Regierung. Deshalb wird händeringend nach einer akzeptablen Lösung für alle gesucht.
Mit der Impfung soll Ende September begonnen werden. Hoffentlich ist bis dahin der Streit zwischen den Kassen und der Regierung beigelegt.




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